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Die Garlstedter-Waldflitzer
Sicher fragst Du Dich: „Was machen die denn den ganzen Tag da draußen? Das Motto lautet: „Spielen mit Nichts und Allem und auch mal Langeweile haben“ Jeden Morgen und zur jeder Jahreszeit treffen wir uns um 8 Uhr komplett und wetterentsprechend angezogen, vor meinem Grundstück. Hier versammeln wir uns, bis alle angekommen sind. Es werden Sachen verstaut, organisatorische Dinge geregelt und die ersten Kinder spielen in den Vorgarten. Sobald alle da sind, gehen wir gemeinsam in den Wald. Der Vorteil hierbei ist, dass man nicht erst aus dem Fenster guckt und überlegt, ob man nicht vielleicht doch lieber drinnen bleiben sollte. Wir sind immer Draußen, und wenn es nicht mehr auszuhalten ist, können wir ja immer noch zurück zum Haus, Bauwagen oder zurück in die Kaserne gehen. Nur bei tatsächlich stattfindendem Starkregen, Sturm und Gewitter bleiben wir drinnen, bzw. machen, wir dass wir schnell dort hinkommen. Die Kinder verabschieden sich von ihren Eltern, die sie später wieder am selben Treffpunkt abholen. “ und schon geht’s los in unserm Wald” Schon auf dem Weg in den Wald können die Kinder immer bis zum jeweiligen Anhaltepunkte vorlaufen, die inzwischen alle Namen bekommen haben (Wackelstein, Versteckecke, Dekoecke,Einkaufsladen etc). Das Frühstück findet meistens an der gleichen Stelle statt, so dass Kinder, die sich schon "auskennen" und auch bis dahin vor laufen können ( natürlich immer in Sichtweite), um sich schon mal den besten Platz auf dem Waldsofa zu sichern. Wärendessen packen alle Kinder ihre Brotdosen und Trinkflaschen aus. Wenn alle soweit sind, wird mit einem Tischlied dass gemeinsame Essen eingeläutet, dabei erzählen uns was wir erlebt haben, sodass die Kinder wieder zur Ruhe kommen. Beim Essen legen wir Wert auf eine gesunde Ernährung. So sind bei uns Süßigkeiten sowie süßer Brotaufstrich nicht erwünscht. Zum einen sollen die Kinder für eine gesunde Ernährung sensibilisiert werden, zum anderen soll so möglichst das Anlocken von Wespen und Bienen vermieden werden. Ausnahmen werden gemacht, wenn ein Kind Geburtstag hat. Oft können wir hier auch das erste Mal die Laute des Waldes hören, wie z.B. Rotkehlchen, Krähen, Eeichelher, Hunde, Eichhörnchen die häufig in der Nahe sind. Nach dem Frühstück beginnt die Phase des Freispielens. Die Kinder ziehen los, Gespielt wird das, was alle Kinder gerne spielen: Polizei, Kaufladen, Bibbi & Tina, PJ Masks oder Mama und Kind. Sie Kochen eine matsch - Zaubersuppe oder backen matsch - Kuchen mit Blüten und Holzstückchen, bezahlt wird mit Blättern oder Zapfen, Klettern auf altbekanntes,rutschen aus verschiedenen Höhen,bearbeiten das morsche Holz. Sie wissen, wie nasses Laub riecht und wie es sich anfühlt, Barfuß durch den Sand oder Pfützen zu waten. Endecken kleine Steinchen die unter den Kindern als Schätze und Diamanten „gehandelt“ erden. Es können aber auch die unterschiedlichsten Käfer und Insekten/ Tiere sein. Du fragst dich bestimmt was spielen die Kinder im Winter? Poporutscher vom Hügel, auf den eingefrorenen Pfützen fahren sie Schlittschuh, Und wenn Schnee liegt, machen sie ein Schneeengel, Schneemann oder eine Schneeballschlacht. Der Vorteil hierbei ist, dass die Kinder solange den Weg runter kullern, bis der Dreck wieder ab ist. An Spielzeug gibt es nur Schaufeln, Eimer und Kreide, (und Schnitzmesser für die großen Kinder) und das, was die Natur im Angebot hat, Baumstämme,Stöcker,Bucheckern,Eicheln,Zapfen,Wurzeln,Mos,Erde,Blätter,Pfützen,und Seine…… Laut Emmi Pickler : “Das Wesentlich ist, dass das Kind möglichst viele Dinge selbst entdeckt. Ein Kind, das durch selbständige Experimente etwas erreicht, erwirbt ein ganz andersartiges Wissen als eines, dem die Lösung fertig geboten wird.” Und wenn man die Kinder beobachtet, sieht man schnell: dass sie nicht mehr brauchen, die Natur bietet genug Materialien für die Ideen der Kinder. Und nebenbei und spielerisch lernen die Kleinen die Vielfalt der Natur kennen. Mein Kind muss mal ! Was nun ? Sollte ein Kind einmal ein Geschäft erledigen müssen, findet es einfach im Freien statt. Hierfür stehen mit Hölzern markierte Stellen zur Verfügung. Und die ganz kleinen werden natürlich auch nach Bedarf „gewickelt". Dem Alter entsprechend, muss ich schon bald zum Aufmarsch einstimmen, denn auch der Rückweg kann sich nochmal hinziehen. Spätestens 12:00h - 12:30h sind wir zu Hause, dort ziehen sie sich ggf. um, waschen sich die Hände und essen Mittag, und anschließend geht der Spaß weiter... Tür und Angelgespräche Ich wünsche uns eine gute Zusammenarbeit, und bitte euch bei anstehenden Fragen oder Ungereimtheiten die zu einer schnellen Klärung drängen, die Tür - und Angelgespräche in Anspruch zu nehmen. Kurz gesagt, wenn euch was auf der Seele brennt, bitte gleich klären. Es bringt euch und mir nichts wenn ihr mit “Bauchschmerzen” zuhause sitzen.